Ausgabe vom 13.06.2026 Seite 41

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Im Tal der grünen Oasen Welterbe-Gärten am Mittelrhein Grüne Oasen verschönern das Unesco-Welterbe zwischen Koblenz, Bingen und Rüdesheim. Zwischen schiefergrauen Berghängen und engen Flussschleifen knüpfen sie ein Netz voller Geschichten und Geschichte. Bernd F. Meier Wir unternehmen eine Zeitreise ins Mittelalter. Sind sie bereit dazu?“ So ermuntert Gärtnermeister Kai Wernecke seine Besuchergruppe auf der Marksburg oberhalb von Braubach. Mit Schlafmohn, Wurmfarn, Alraune und Tollkirsche wachsen „Hexen- und Zauberpflanzen“ in den Beeten. Rund um die Südseite der wehrhaften Burg gedeihen im anschließenden Kräutergarten etwa Zitronenmelisse, Rosmarin, Estragon, Lavendel und Brunnenkresse. Im Nutzgarten nebenan entdecken die Besucher Möhren, Lauch, Porree, dicke Bohnen und Dinkel. Das Gartengrün vereint insgesamt 150 verschiedene Pflanzen. Der mittelalterliche Schaugarten der Marksburg ist einer der 37 Burg- und Schlossgärten und Stadtparks unter den Welterbe-Gärten in Rheinland-Pfalz und Hessen. Privates Gartengrün, der Arenberger Bibelgarten in Koblenz mit spiritueller Gestaltung und der Hildegard-von-Bingen-Heilkräutergarten in Bingen zählen ebenfalls zu dem Verbund. Die grünen Oasen fügen sich ein in ...