Ausgabe vom 13.06.2026 Seite 11

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Gewalt, Hunger, Exil: Haitis Weg des Leidens Top-Stürmer flieht im Iran vor Raketen – Trainer war noch nie in Haiti New Jersey. Sébastien Migné sieht die Sache mit einem gewissen Optimismus. „Natürlich ist das eine schwere Gruppe“, sagt der Trainer Haitis vor dem großen WM-Abenteuer des gebeutelten Inselstaats. „Aber wenn man es positiv betrachtet, stehen wir auf jeden Fall im Rampenlicht, was für die Jungs eine riesige Belohnung ist.“ Mit Blick auf die jüngste Geschichte Haitis darf man die Sache ruhig noch größer fassen. Die Spiele gegen Schottland, Brasilien und Marokko sind nicht nur für die Nationalspieler, sondern für das ganze fußballverrückte Land eine Belohnung. Eigentlich noch mehr als das. „Als wir uns qualifiziert hatten, war das Land für ein oder zwei Tage glücklich. Vielleicht schaffen wir so etwas noch mal“, sagt Mittelfeldspieler Jean-Ricner Bellegarde. Der in Frankreich geborene Profi von den Wolverhampton Wanderers und sein Nationaltrainer haben eine Sache gemein: Sie waren noch nie in Haiti. „Es ist unmöglich, denn es ist zu gefährlich“, erklärt Migné. Normalerweise lebe er in den Ländern, in denen er arbeitet. In Haiti kann er es nicht. „Dort landen ...