Ausgabe vom 22.03.2025 Seite 43

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„Das ist mein Leben, Tschau!“ Jan Delay über Lampenfieber in Hamburg und Selfies, die er nicht mag Im Interview erzählt der Hamburger Jan Delay, warum er Werder-Fan ist, vor welchen Auftritten er das größte Lampenfieber hat und wie er im Alltag mit seiner elfjährigen Tochter abschaltet und dem Trubel entkommt. Von Lars Laue Jan – wir haben uns eben aufs „Du“ geeinigt. Du bist gebürtiger Hamburger, aber eingefleischter Werder-Fan. Wie kommt das? Jan Delay: Das hat mehrere Gründe. Mein Papa kommt aus Oldenburg, und ich war als Kind oft bei meiner Großmama. Und Oldenburg ist ja Werder-Land. Hinzu kam, dass ich damals mit meinem Onkel hier bei einem HSV-Spiel im Volkspark-Stadion war, und das war halt richtig Nazi-verseucht. Ich war sechs oder sieben Jahre alt − und um halb vier zum Anstoß haben die in der Westkurve schön den Hitlergruß gemacht. Das waren jetzt keine Skinheads, sondern alles so Hobby-Nazis. Für Werder sprach noch, dass ich einfach tierischer Fan von Rudi Völler und Otto Rehhagel war. Tja, und bei mir ging Fußball halt in der ersten Klasse mit einem Panini-Album los. Darin gab es allerdings keinen FC St. Pauli. Das waren so die Faktoren, weshalb es mich zu Werder gezogen hat. Du hast sogar eine ...