Ausgabe vom 22.03.2025 Seite 34

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„Wundere mich, dass ich noch da bin“ Schauspielerin Marie-Lou Sellem als Ermittlerin im ARD-Krimi „Blutspur Antwerpen“ Ein Interview mit Marie-Lou Sellem ist ungewöhnlich, denn die 58-Jährige tut sich mit PR in eigener Sache schwer. Die Ansprüche der in Göttingen geborenen Deutsch-Französin sind hoch. Oft spielt sie in Arthaus-Produktionen, neuerdings arbeitet die Wahl-Berlinerin auch an eigenen Filmen. Dass sie in „Blutspur Antwerpen“ (Samstag, 20.15 Uhr, Das Erste) die Hauptrolle in einem für den Mainstream konzipierten TV-Krimi spielt, ist eher ungewöhnlich. Im Interview mit Eric Leimann spricht sie über ihre persönliche Geschichte mit der flämischen Metropole Antwerpen und ihre schwierige Reise als Schauspielerin. Wie lange kennen Sie bereits Antwerpen? Marie-Lou Sellem: Schon lange, weil ich bereits in jungen Jahren sehr an Mode interessiert war. Antwerpen ist eine Mode-Stadt, und ich fuhr früher zu den Ausverkäufen dorthin. Leider habe ich eine Menge Geld in der Stadt gelassen (lacht). Ich bin ja halbe Französin und besitze auch ein Haus in der Bretagne. Auf dem Rückweg von der Bretagne steht Antwerpen immer wieder mal auf dem Routenplan für einen Stopp. Was macht die Stadt aus? Sellem: Sie hat ...