Ausgabe vom 22.03.2025 Seite 4

Suchbegriffe 22.03.2025    4


„Das Entsetzen in der Schule war unvorstellbar“ Germanwings-Pilot tötete im März 2015 sich und 149 Menschen –16 Austauschschüler und zwei Lehrerinnen aus Haltern unter den Opfern Haltern am See. Den Moment, als er den Eltern die furchtbare Gewissheit überbringen musste, wird Schulleiter Ulrich Wessel nie vergessen. In einem Klassenzimmer des Joseph-König-Gymnasiums in Haltern am See sitzen Mütter und Väter der Kinder, die auf dem Rückweg von einem Schüleraustausch in Spanien waren. Gebucht auf Flug 4U9525 von Barcelona nach Düsseldorf. In den Nachrichten laufen längst die Bilder von dem Bergmassiv in den französischen Alpen, an dem ein Flugzeug zerschellt ist. Und dann bringt die Passagierliste Gewissheit: Die 16 Schülerinnen und Schüler sowie ihre beiden Lehrerinnen waren an Bord. Als Wessel mit dieser Information in den Klassenraum zu den Eltern kommt, brechen Welten zusammen. Zehn Jahre ist das jetzt her. Der Absturz der Germanwings-Maschine am 24. März 2015, an diesem Montag vor zehn Jahren, um 10.41 Uhr ist eine der größten Katastrophen der europäischen Luftfahrt. Auch wegen der unfassbaren Absturzursache. Der 27-jährige Copilot Andreas Lubitz hat die Maschine absichtlich in das Felsmassiv bei Le Vernet ...