Ausgabe vom 04.04.2026 Seite 48

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Ohne Hoffnung geht es nicht Interview mit Neurowissenschaftlerin Maren Urner In vermeintlich dunklen Zeiten ist Professorin Maren Urner wie ein Glühwürmchen, das mit seinem Licht Hoffnung verbreitet. Genau das will die Neurowissenschaftlerin: Hoffnung machen. Und das gelingt ihr im Interview sehr gut.Stefan Werding S ie sagen: Politik muss „aktive Hoffnung“ vorleben. Wie kann das gehen? Professorin Maren Urner: Ich würde so weit gehen und sagen: Hoffnung ist alternativlos. Angesichts der Herausforderungen, die wir haben, ist „aktive Hoffnung“ genau das, was wir brauchen. Es mag paradox klingen, aber: Je größer die Hoffnungslosigkeit, desto wichtiger ist es, dem „aktive Hoffnung“ entgegenzusetzen. Was bedeutet das? Nicht passiv darauf zu warten, dass irgendeine Technik, ein Individuum, eine Partei, ein Land oder ein Unternehmen die Rettung bringen wird, sondern selbst aktiv an den Lösungen der großen Aufgaben zu arbeiten. Wie könnte das Politikerinnen und Politikern gelingen? Indem sie nicht nur Probleme beschreiben, sondern immer die Frage „Und was jetzt?“ mitdenken. Dadurch würden sie automatisch viel mehr über Lösungen sprechen und vermitteln können, dass alle Menschen Teil davon sein können. Jetzt ...