Ausgabe vom 04.04.2026 Seite 19

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Ton, Talent und Krümelmonster Ramona Harbering betreibt eine mobile Töpferei und ermöglicht damit gesellschaftliche Teilhabe EMSDETTEN. Schon als Kind stand Ramona Harbering am liebsten in der Garage, um mit ihrem Vater zu basteln. Immer schon sei sie kreativ gewesen, blickt die heute 39-Jährige zurück. Der Weg zu ihrem heutigen Beruf verlief allerdings alles andere als geradlinig. Weil kreativ, begann sie zunächst eine Ausbildung zur Friseurin – brach diese jedoch ab. „Ich war in der Schule ziemlich faul“, sagt sie heute offen und lacht. Sehr jung wurde sie Mutter, entschied sich als Alleinerziehende schließlich für eine Ausbildung zur Personaldienstleistungskauffrau. Rückblickend beschreibt sie diese nicht gerade kreative Tätigkeit mit einem klaren Urteil: „Stinklangweilig, überhaupt nicht erfüllend.“ Denn Harbering, die von sich sagt, immer schon rebellisch gewesen zu sein, wollte Dinge erschaffen. „Man lebt nur einmal – und ich wollte auch glücklich sein.“ Lange bevor der Begriff „Upcycling“ überall zu hören war, sammelte Harbering alte Möbelstücke vom Straßenrand ein – damals, als regelmäßig Sperrmüll auf der Straße stand. Gemeinsam mit ihrem Vater ...