Ausgabe vom 04.04.2026 Seite 14
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Wenn nichts mehr so ist wie zuvor Angehörige durch Suizid zu verlieren, ist furchtbar â ein Gesprächskreis soll helfen, den Schmerz zu lindern KREIS STEINFURT. Petra (der Nachname soll hier nicht interessieren) hat vor gut einem Jahr die Hölle auf Erden durchgemacht. Damals brachte sich ihr Mann um. Ohne Vorwarnung. Für die Frau aus dem Tecklenburger Land war plötzlich nichts mehr wie vorher. Der Boden unter ihren FüÃen, er wurde ihr von einer Minute auf die andere weggezogen. Und Petra steht mit ihrem dramatischen Schicksal nicht alleine da. Deutschlandweit gibt es pro Jahr etwa 10.000 Suizidtote, die fast alle Eltern, Ehepartner oder Kinder â also mithin enge Bezugspersonen und Angehörige â haben. Für diese Hinterbliebenen ändert ein solcher Freitod alles. Auch im Kreis Steinfurt sind Selbstmorde nicht so selten, wie man womöglich denkt. Zwar gibt es Hilfsangebote, aber ob die immer passgenau sind, das ist eine sehr individuelle Entscheidung. Die Supervisorin Jutta Gladen aus Hörstel-Bevergern und der Reckenfelder Pfarrer i.R. Uwe Völkel wollen nun ein neues, rein ehrenamtliches Angebot für Suizidhinterbliebene starten: Ab dem 8. Juni soll für zunächst ein Jahr und immer am ersten Montag im Monat von 18 bis 20 Uhr ...
