Ausgabe vom 20.09.2025 Seite 4
Suchbegriffe 20.09.2025 4
Russlands Schattenflotte im Visier Milliardeneinnahmen trotz westlicher Sanktionen â fünf Szenarien, wie die Ãltanker in der Ostsee gestoppt werden könnten berlin. Es ist Ende August, als sich die âBoscaâ durch die Fehmarnbelt-WasserstraÃe schiebt. Das Tankschiff ist knapp 250 Meter lang und kommt aus Primorsk in Russland. Tief liegt es in der Ostsee, voll beladen mit russischem Ãl. Die Flagge im Heck hat im Laufe der Jahre schon fünfmal gewechselt. Gerade fährt die âBoscaâ für den afrikanischen Binnenstaat Malawi. Die âBoscaâ ist ein Schiff der Schattenflotte â einer Grauzone der globalen Seefahrt. Seit Beginn seines Angriffskrieges in der Ukraine sorgen Tanker wie dieser dafür, dass die Kriegskasse des Kreml gefüllt bleibt. Im Schnitt passieren drei Schiffe wie die âBoscaâ am Tag die Ostsee, befüllt primär in den russischen Häfen Ust-Luga und Primorsk in der Nähe von St.â Petersburg. Um eine Vorstellung zu bekommen, warum es für den Westen so wichtig wäre, die Schattenflotte zu stoppen, hilft ein Blick auf die Zahlen. Man kann sie in einer Veröffentlichung der deutschen Bundeszentrale für politische Bildung von März finden. Danach verlassen im Durchschnitt pro Monat ...
