Ausgabe vom 03.01.2026 Seite 29

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Gut angekommen – aber nicht sicher Familie aus Greven droht die Abschiebung Greven. Während sich die Erwachsenen unterhalten, hat Arina Salim es sich auf der Couch bequem gemacht. Ihr Bruder Aryan sitzt am Tisch und verfolgt das Gespräch. Und das jüngste Familienmitglied krabbelt mal über den Boden der Wohnung, mal lässt es sich auf den Schoß von Vater Mohsin Saedo heben. Die Familie lacht und freut sich über den Besuch der Redaktion. Hier lässt sich keiner anmerken, dass Sorgen gerade das Leben der Familie dominieren – Sorgen vor der Abschiebung. Seit eineinhalb Jahren leben Mohsin Saedo und seine Frau Elham Sleman in Greven. Über Kurdistan und Griechenland sind sie aus dem Irak nach Deutschland geflohen. Zeitweise lebten sie in einem Sammellager in Münster, erzählen die Eltern. Ihre Familien leben in Deutschland, haben eine deutsche Staatsbürgerschaft. Mit der Sprache brauchen Moshsin und Elham noch etwas Unterstützung. Moritz Prasse – ein Familienfreund, dessen Kind mit Arina zur Schule geht – begleitet deshalb das Gespräch. Sohn Aryan besucht die sechste Klasse des Gymnasiums. Als Lieblingsfach nennt er Deutsch. Wie er sich in Greven eingelebt hat? „Ich finde es hier geil“, ist die Antwort. Arina geht in ...