Ausgabe vom 03.01.2026 Seite 21

Suchbegriffe 03.01.2026    21


Viele Klagen über den Verlust der lokalen Identität Die „Kommunale Neugliederung“ sorgte landesweit für viele Diskussionen und Widerstand -jho- RHEINE-MESUM. Mit der „Kommunalen Neugliederung“ führte Nordrhein-Westfalen 1975 eine der größten Gebiets- und Verwaltungsreformen seiner Geschichte durch. 1967 existierten in NRW 37 kreisfreie Städte und 57 Landkreise mit 2297 kreisangehörigen Städten und Gemeinden. Rund 1900 davon hatten weniger als 5000 Einwohner. Die Landesregierung begründete die Reform vor allem mit der überkommenen, stark zersplitterten Gemeindestruktur. Viele Kommunen waren zu klein, um moderne Infrastruktur effizient zu planen und zu finanzieren. Die Reform erfolgte zwischen 1965 und 1975 über mehrere Neugliederungsgesetze in drei Zonen (Ballungskerne, Ballungsrandzonen, ländliche Zonen). Zunächst wurden Kreise und kreisfreie Städte zusammengelegt oder neu zugeschnitten, später folgten umfassende Gemeindefusionen. 1970 kündige die Landesregierung im „Nordrhein-Westfalen-Programm 1975“ die zweite Neugliederungsphase an. 1975 traten die größten Änderungen in Kraft. Erklärte Ziele der Neugliederungen waren: leistungsfähige, finanziell stabile Kommunen schaffen bessere ...