Ausgabe vom 04.03.2026 Seite 18

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Von Realismus bis Fatalismus Der Haushalt und sein dunkler Schatten Was soll man bloß kommentieren zu dieser Etatverabschiedung? Es gibt nichts mehr großartig zu verteilen, das ist bei (fast) allen Kreistagsfraktionen angekommen. Der Haushalt atmet mit jeder Seite die Realität unserer Tage. Und das ist auch gut so. Sozialromantik steht gerade eher weniger auf der Agenda, auch wenn die Linke von einem nahezu kostenlosen kreisweiten Bus- und Bahnangebot träumt. Und dass die AfD mal wieder sämtliche Integrations- und Klimaschutzbemühungen stoppen will – wie soll man so etwas wohlabgewogen kommentieren? Was viel dramatischer werden und den mühsam austarierten Etat mal eben pulverisieren könnte, das sind die Rettungsdienstgebühren. Muss der Kreis dafür künftig größtenteils aufkommen, wäre das, wie der Landrat richtig sagte, dessen Quasi-Pleite. Und müssten die Menschen, die den Rettungsdienst anfordern, ihn demnächst bei sogenannten Leerfahrten selbst bezahlen, hätte das soziale Verwerfungen zur Folge, über die man gar nicht erst nachdenken mag. Hier liegt gewaltige Sprengkraft für das Gemeinwesen namens Kreis Steinfurt!Michael Hagel „Dann wäre der Kreis pleite...!“ Der Kreistag beschließt den Etat 2026 ...