Ausgabe vom 04.03.2026 Seite 9

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Sei kein Frosch Abseits Walter Frosch war ein Verteidiger der alten Schule. Ein Vorstopper, der kompromisslos und ohne Rücksicht auf Verluste seine Gegenspieler bearbeitete. Niemand spielte gerne gegen Frosch, der auch seine Gesundheit nicht schonte. „Mein schwerster Gegner war immer die Kneipe“, meinte der 2013 im Alter von 62 Jahren verstorbene Ex-Kicker, der während seiner Karriere am Tag „bis zu 60 Zigaretten“ qualmte und auch dem Gerstensaft nicht abgeneigt war. Leistung aber brachte er meist, sein früher Coach Erich Ribbeck sagte zu ihm während seiner Zeit beim 1. FC Kaiserslautern einst: „Herr Frosch, Sie könnten viel höher spielen, wenn Sie solider leben würden.“ Tat Frosch aber nicht, dennoch kam er auf 61 Partien in der Bundesliga sowie auf 63 Einsätze im Fußball-Unterhaus. In Erinnerung bleiben seine hart geführten Zweikämpfe, der Schnauzbartträger kannte kein Pardon. Und so soll Frosch seinen Anteil daran haben, dass der DFB zur Saison 1979/80 die Gelbsperre einführte. Denn zuvor in der Spielzeit 1976/77 hatte der Kettenraucher und Kettenhund in 37 Zweitliga-Begegnungen 18 Verwarnungen – diese Zahl ist bis heute in der 2. Bundesliga unerreicht – kassiert, ohne dass es Konsequenzen nach ...