Ausgabe vom 20.03.2026 Seite 19

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„Ein Schlag gegen unsere Branche“ Honorar für ambulante Psychotherapeuten sinkt ab April / Therapeutin Ulrike Heinze fürchtet um Existenz EMSDETTEN. In der Gemeinschaftspraxis von Psychotherapeutin Ulrike Heinze steht das Telefon kaum still. Immer mehr Menschen suchen Hilfe – doch ausgerechnet jetzt droht den ambulanten Psychotherapeuten eine Kürzung ihrer Vergütung. Zum 1. April werden die Honorare für psychotherapeutische Leistungen bundesweit um 4,5 Prozent gesenkt. Eine Entscheidung, die in der Branche für große Unruhe sorgt. „Das hat wirklich ein Erdbeben in der Psychotherapeutenlandschaft ausgelöst. Für uns war das wie ein Schlag ins Gesicht“, sagt Heinze im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Entscheidung traf ein Bewertungsausschuss aus Krankenkassen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Dessen Aufgabe ist es, jährlich zu prüfen, ob die Höhe der Honorare im Gesundheitssystem angemessen ist. Für Heinze kommt der Beschluss zur Unzeit. „Nicht nur, dass wir inzwischen einen enormen Patientenzulauf und einen großen Nachwuchsmangel haben – jetzt kommt noch dieser finanzielle Einschnitt hinzu. Das ist ein echter Donnerschlag für uns“, sagt die Emsdettener Therapeutin. Sie wertet die ...