Ausgabe vom 15.08.2025 Seite 5
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Das System reformieren LeitartikelBeamtenpensionen Beamte bei Bund, Ländern und Kommunen haben in der Regel höhere Altersbezüge als Rentnerinnen und Rentner, sie gehen früher in den Ruhestand und sie leben länger. Diese Faktoren und eine hohe Zahl von Verbeamtungen in den vergangenen Jahren etwa bei Bundespolizei, Justiz und Lehrkräften führen dazu, dass die Last der Beamtenpensionen noch dynamischer zunimmt als ohnehin schon zuvor. Nach dem jüngsten Versorgungsbericht des Bundesinnenministeriums verdreifachen sich die Ausgaben für Pensionen allein beim Bund in seinem unmittelbaren Zuständigkeitsbereich bis 2060 auf über 25 Milliarden Euro im Jahr. Noch alarmierender sieht die Prognose für Länder und Kommunen aus. In den Haushalten vieler westdeutscher Bundesländer, wo anders als im Osten nach der Wende weiter kräftig verbeamtet wurde, tickt eine Zeitbombe. Schon jetzt müssen Länder wie NRW neun Prozent ihres jährlichen Budgets in die Beamtenversorgung stecken, im Saarland und in Rheinland-Pfalz waren es 2024 sogar fast 13 Prozent. Viele Länder haben zu wenig Rücklagen gebildet. Das schränkt ihre Haushaltsspielräume ein. Investitionen und Neueinstellungen könnten wegen der Pensionslast sinken. In der ...