Ausgabe vom 09.05.2026 Seite 7

Suchbegriffe 09.05.2026    7


Millionen Älteren droht „Wohnarmut“ Nicht nur Frauen bekommen niedrige Renten − Miete zahlen wird oft zu teuer münchen/frankfurt Gut fünf Millionen Babyboomer werden laut Berechnungen des Pestel-Instituts nach ihrem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben nur Mini-Renten von weniger als 800 Euro im Monat beziehen. Das wären demnach etwa 40 Prozent der etwa 12,9 Millionen Menschen, die in den nächsten zehn Jahren in Rente gehen werden. Auftraggeber war die Gewerkschaft IG Bau. Deren Vorsitzender Robert Feiger warnte vor steigenden Sozialausgaben: „Mit so einer Niedrigrente werden viele Betroffene dauerhaft auf Hilfe vom Staat angewiesen sein.“ Spätestens die Miete werde einen Großteil der Babyboomer dann in die Wohnarmut drängen. „Wohnarmut“ bezieht sich auf das vor allem in teuren Großstädten wie München oder Frankfurt bekannte Problem, dass die Miete nach der Verrentung zu teuer wird. In manchen Fällen müssen sich die Betroffenen dann günstigere Wohnungen suchen, zum Teil weit außerhalb ihrer vorherigen Wohnorte. Statistische Daten dazu gibt es nicht, doch tauchen derartige Fälle immer wieder in örtlichen Medien auf. Von niedrigen Renten seien sowohl Frauen als auch viele Männer betroffen, sagte ...