Ausgabe vom 17.04.2026 Seite 21

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Mit dem Baukasten zurück aufs Gleis Das Traditionsunternehmen Windhoff hat die Krise abgewendet und wieder volle Auftragsbücher RHEINE. 2019 drohte der Windhoff Bahn- und Anlagentechnik GmbH eine Krise. Die Sparte Bahntechnik lief noch ganz gut. Aber im Bereich der Schienenfahrzeuge drohte der Abschied vom Markt. Windhoff war in dieser Sparte nicht mehr konkurrenzfähig, der Auftragseingang ging bedrohlich zurück. Aber das Rheiner Traditionsunternehmen hat das Blatt gewendet – mit einem Baukasten. Und das ging so: Wie bei einer Lego-Eisenbahn führte Windhoff ein Plattformfahrzeug ein. Gebaut werden daraus Fahrzeuge für die Wartung und Instandhaltung von Schienenstrecken für Eisen- und Straßenbahnen. Die Kunden können nun aus einem Baukasten unterschiedliche Komponenten an- oder aufbauen lassen: einen Kran, einen Schneepflug, Arbeitsplattformen, Kabinen, verschiedene Antriebssysteme. So wie sie es brauchen. „Die Variabilität kennt da keine Grenzen“, sagt Ludwig Wehling, technischer Geschäftsführer bei Windhoff. Ein Mitarbeiter-Wettbewerb sorgte auch für einen Namen: „Ventus“, lateinisch für „Wind“. Das war die eine Neuerung. Die andere: Bei Windhoff wurden die Produktionsprozesse rund um den Ventus neu ...