Ausgabe vom 17.04.2026 Seite 11

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Maibaum-Klau hat lange Tradition Fünf Folgen der „Maibaum Hunters“ münchen. Schwarz gekleidete Männer schleichen sich im Schutz der Dunkelheit an, hochkonzentriert, stets bereit, zuzuschlagen – und immer auf der Hut vor dem Feind. Was klingt wie eine paramilitärische Aktion, ist im Grunde auch eine, nur das Ziel ist vergleichsweise friedlich: Man will doch nur den Maibaum der Nachbargemeinde. Im April hat der Maibaum-Klau – oder der entsprechende Versuch – in Bayern wieder Hochkonjunktur. Überall sprießen „Maibaumstüberl“ aus dem Boden, in denen die Dorfgemeinschaft den zum Schatz stilisierten Stamm bewacht, angeführt meist von den für den Baum zuständigen „Burschenvereinen“. Gefahr lauert in den Wochen bis zum 1. Mai überall. Und gelingt es den Nachbarn tatsächlich, den Baum zu stehlen, ist nicht etwa das Bier, das gezahlt werden muss, um ihn auszulösen, der größte Schaden – sondern die jahrelange Schmach. Das ist doch ein großartiger Stoff für eine Dokumentation, dachte sich offenbar der Bayerische Rundfunk. Darin treten drei oberbayerische Teams gegeneinander an. Während sie ihren eigenen Baum bewachen, müssen sie versuchen, so viele Maibäume wie möglich zu ...