Ausgabe vom 17.04.2026 Seite 5

Suchbegriffe 17.04.2026    5


„Alternative Fakten“ stoßen an ihre Grenzen AnalyseUS-Präsident Trump und der Iran-Krieg Am Tag eins im Weißen Haus gab Donald Trump im Januar 2017 einen Ausblick auf das, was die Nation von ihrem neuen Präsidenten zu erwarten hatte. Vor Mitarbeitern des CIA schwärmte er von bis zu anderthalb Millionen Menschen, die zu seiner Amtseinführung gekommen seien. Eine Menge, die nachweislich nur in seiner Vorstellung existierte. Seine Beraterin Kellyanne Conway erfand dafür den Begriff, der Trumps Verhältnis zur Wahrheit seither wie kein anderer beschreibt: „Alternative Fakten“. Im Schnitt kommt der Präsident nach Zählung der Faktenchecker der „Washington Post“ auf 21 falsche oder irreführende Aussagen am Tag. Je nach Thema können es mehr sein. Nicht mitgezählt die Übertreibungen von einem, der stets in Superlativen und Großbuchstaben spricht. Während Trump seine Macht im Weißen Haus bisher dazu nutzte, die Wirklichkeit seiner Sicht anzupassen, stößt er am Persischen Golf auf eine harte Grenze. Der Präsident behauptet, die Marine, die Luftwaffe und die Raketen Irans seien „total zerstört“. Auch ohne ein Eingeständnis Irans stehe der Sieger fest, so Trump. Nate Swanson weiß aus ...