Ausgabe vom 21.03.2026 Seite 43

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„Ich muss die Seele rauslassen“ Alexander Scheer: Ein Gespräch über Musik, ADHS-Pillen und andere Drogen Alexander Scheer hat schon Keith Richards verkörpert, den DDR-Musiker Gundermann und mehrfach David Bowie − mit dessen Songs der Schauspieler jetzt auf Tour geht. Im Gespräch erzählt der 49-Jährige vom RocknRoll seiner Teenagerjahre im Osten und von seiner ADHS-Diagnose, die er einer Fernsehserie verdankt. Von Daniel Benedict H err Scheer, vor zehn Jahren ist David Bowie gestorben. Und seitdem, scherzen die Leute in den sozialen Medien, geht’s bergab: Brexit, Trump, die Polarisierung. Auf Instagram teilen deshalb gerade viele Leute nostalgische Fotos aus dem Jahr 2016. Ich bin nicht auf Instagram, aber ich weiß noch, was ich damals gemacht habe. Am 11. Januar 2016 fuhr ich – verkleidet als Gladbecker Geiselnehmer Degowski − zu einem Vorsprechen. Im Autoradio lief die ganze Zeit David Bowie, weil er einen Tag vorher gestorben war. Auf der Rückfahrt rief Leander Haußmann an: Ich soll sofort ins Berliner Ensemble kommen. Am nächsten Abend lief „Drei Schwestern“ von Tschechow, Uwe Bohm war ausgefallen, ich musste einspringen und die letzte Probe war – jetzt. Also komme ich bzw. kommt Degowski in die ...