Ausgabe vom 21.03.2026 Seite 9

Suchbegriffe 21.03.2026    9


James löst „The Chief“ ab Abseits Seine Erscheinung war schon imposant. 2,16 Meter groß, dazu lange Arme und oft ein eher grimmiger, manchmal auch gelangweilter Blick. Keine Frage: Als Robert Parish im Jahr 1976 in die NBA kam, machte der Center Eindruck. Ok, sportlich lief es zunächst bei den Golden State Warriors nicht, zu viele Fehler leistete sich der damalige Jungspund. Trainer und Fans verloren schnell die Geduld. Nur gut, dass sich sein Big-Man-Kollege Clifford Ray seiner annahm. Er sah in Parish einen Rohdiamanten, übernahm für ihn die Rolle des sportlichen Paten. Ray verordnete seinem Zögling Schwimmstunden, schickte ihn in Yoga-Kurse und zum Kampfsport, riet ihm zum Verzicht auf rotes Fleisch – und siehe da, die Puzzleteile fügten sich, der schweigsame Parish mit dem Spitznamen „The Chief“ in Anlehnung an den ebenfalls ruhigen „Chief Bromden“ aus dem Film „Einer flog über das Kuckucksnest“ wurde zu einem der besten NBA-Spieler überhaupt. Viermal gewann er in seiner einzigartigen, 21 Jahre andauernden Karriere den NBA-Titel (1981, 1984 und 1986 mit den Boston Celtics, 1997 zum Abschluss seiner Laufbahn mit den Chicago Bulls), neunmal wurde er ins All-Star-Team gewählt. Beeindruckende 1611 ...