Ausgabe vom 25.03.2025 Seite 19

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Kreishandwerk gegen höhere Löhne KREIS STEINFURT. Wenn CDU und SPD in Berlin über die Bildung einer gemeinsamen Bundesregierung verhandeln, hat das auch Auswirkungen auf das heimische Handwerk. Gerade von einer (wahrscheinlichen) Erhöhung des Mindestlohns ist das Handwerk ebenso überproportional betroffen wie andere personalintensive Wirtschaftszweige wie die Gastronomie. „Höhere Löhne bedeuten auch höhere Preise“, rechnet Frank Tischner als Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Steinfurt Warendorf vor. Und das nicht etwa, weil die Beschäftigten im Handwerk aktuell zum Mindestlohn arbeiteten. „Direkte Auswirkungen hat eine Erhöhung des Mindestlohns nur für die wenigsten Betriebe“, sagt Tischner und nennt als Beispiel die Bäckerei mit angeschlossenem Café-Betrieb, in dem auch Aushilfen die Gäste bedienen. „Wie in vielen anderen Wirtschaftszweigen auch sind die Aushilfen oftmals in einem Minijob beschäftigt und bekommen den Mindestlohn.“ Werde dieser nun deutlich erhöht, habe das Auswirkungen auf das Lohngefüge. „Eine Bedienung im Café, die nach Tarifvertrag 2025 rund 7,7 Prozent über Mindestlohn verdient, läge plötzlich unter Mindestlohnniveau“, so die ...