Ausgabe vom 29.06.2026 Seite 9
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Jubel, Frust und Nervenflattern Deutsche Elf geht mit gedämpftem Optimismus ins Sechzehntelfinale Winston-Salem. Wenn Rudi Völler das sagt, dann wird das schon so stimmen. âJetzt geht die WM richtig losâ, sagte der deutsche Sportdirektor 16 Tage nach dem Eröffnungsspiel. Jetzt sind nur noch 32 Mannschaften im Turnier statt der anfangs vertretenen 48 Mannschaften. Und jetzt wirkt sich eine Niederlage auch drastischer aus als beispielsweise ein nichtiges 1:2 im letzten Gruppenspiel, wenn man schon als Gruppenerster für die K.-o.-Runde qualifiziert ist. Jene Niederlage hat der deutschen Mannschaft und etlichen Beobachtern gehörig auf das Gemüt geschlagen. Nach dem mutmachenden Erfolg gegen die Elfenbeinküste wähnten sich nun viele in einem FuÃballentwicklungsland. Meinungen und Berichterstattung rund um eine FuÃballweltmeisterschaft bewegen sich selten zwischen manisch und depressiv, sie sind hart an den Polen angelegt. Wenn die Stimmung dann mal wieder richtig schlecht ist, schickt der Deutsche FuÃball-Bund gerne Rudi Völler nach vorne. Der ist ein wandelnder Tranquilizer, nur ohne schädliche Nebenwirkungen. Völler spricht auf der Pressekonferenz davon, dass alles nicht so schlimm sei und sich ja wohl vor zwei Wochen noch jeder ...
