Ausgabe vom 29.06.2026 Seite 5
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Zu wenig und zu leise LeitartikelHitzeschutz in Deutschland In weiten Teilen Deutschlands hat es am Wochenende tagsüber Temperaturen jenseits der 40-Grad-Marke gegeben. Und auch nachts gab es schlicht keine Abkühlung mehr. Millionen Menschen litten enorm unter der historischen Hitzewelle â die nicht die letzte gewesen sein dürfte. Und die politisch Verantwortlichen sind angesichts dessen viel zu leise geblieben. Der Klimawandel trägt Experten zufolge dazu bei, dass solche Hitzewellen zunehmen werden. Dass Hitzeglocken wie zuletzt über einen langen Zeitraum das Wetter bestimmen und insbesondere für Alte, Kranke und Kinder gefährlich werden können. Der Staat hat die Aufgabe, seine Bürger zu schützen. Bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels wird er dieser Aufgabe nicht umfänglich gerecht. Das hat das Wochenende erneut gezeigt. Wenn Krankenhäuser, Pflegeheime und Rettungsdienste an ihre Grenzen kommen und es keinen organisierten Krisenstab gibt, vermittelt das den Eindruck: Die Hitze wird auf staatlicher Ebene nicht ernst genug genommen. Dabei ist in den vergangenen Jahren das Thema immer wieder gesetzt worden. Die Ampel-Koalition hatte Ende 2023 ein Klimaanpassungsgesetz verabschiedet, das Kommunen sogenannte Klimaanpassungsmanager ...
