Ausgabe vom 26.05.2026 Seite 15

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Pfingstlicher Fokus Fünfzig Tage nach Ostern saßen die, die Jesus folgten, ziemlich mutlos zusammen. Die Situation im Land hatte sich trotz ihres Engagements nicht verbessert. Perspektivisch sah es düster aus. Darauf zu vertrauen, dass der neu eingeschlagene Weg weiterführen würde, fiel angesichts der zurückliegenden Ereignisse schwer. Ja, es hatte Aufbrüche gegeben und eine Vision für die Zukunft, aber nun schien es eine Rolle rückwärts zu geben. Nichts von dem, was sie schon erreicht hatten, schien zu überleben. Im Gegenteil: Sie hatten Angst vor der Zukunft. So oder so ähnlich erzählt die Bibel vom ersten Pfingstfest und von den Menschen, die der Mut damals verlassen hat. Klingt ziemlich aktuell, nicht wahr? Damals wie heute bräuchte es eine Initialzündung. Kein großes Programm, keine perfekte Strategie, sondern den Moment, in dem wieder etwas in Bewegung kommt. Eine Erfahrung, die Mut macht. Ein Geist, der verbindet, statt zu spalten. Davon erzählt Pfingsten: Dass sich Türen öffnen, wo vorher Angst war. Dass Menschen aufstehen, obwohl vieles dagegenspricht. Dass Hoffnung keine naive Illusion bleibt, sondern neue Energie bekommt. Das beginnt mit jeder und jedem von uns. Die Frage ist nämlich nicht, ob der Geist weht. ...