Ausgabe vom 26.05.2026 Seite 7

Suchbegriffe 26.05.2026    7


Ständig Streit um die „abgebissene Wurst“ Vom Architekten-Ärger bis zur Fahrstuhl-Posse: Vor 20 Jahren wurde der Berliner Hauptbahnhof eröffnet Berlin. Hohn und Spott über die Hauptstadt ausgießen – spätestens seit Beginn des Internetzeitalters garantiert das viel Aufmerksamkeit. Zum Ziel der Kritik kann nahezu alles werden und spätestens seit dem großen Rolltreppen-Desaster vor wenigen Wochen ist auch der Hauptbahnhof wieder in den Fokus geraten. Der Ausfall von zeitweise 75 Prozent der Rolltreppen wurde zum Sinnbild für das kaputte Berlin erkoren, die „Süddeutsche Zeitung“ veröffentlichte einen Abgesang auf die Stadt an der Spree, der Hauptbahnhof landete dabei in der Kategorie „hässliche misslungene Neubauten“. An diesem Dienstag jährt sich die Eröffnung des Hauptbahnhofs zum 20. Mal – Zeit, Historie und Gegenwart des Bahnhofs genauer in den Blick zu nehmen. Ist es wirklich so schlecht bestellt um die zentrale Station unweit des Regierungsviertels, der Bau gar ein unveränderbares Ärgernis? Oder dient das noch junge Gebäude als Aushängeschild einer kriselnden Bahn, die wohl weitaus größere Probleme im Portfolio hat als diesen Glaskasten? Der Blick zurück zeigt: Das Gebäude ...