Ausgabe vom 05.05.2026 Seite 12

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Die Hoffnung, dass er sich ändert 37-Grad-Reportage begleitet Femizid-Opfer und Angehörige Mainz. 2024 wurden mehr als 130 Frauen in Deutschland von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet, 174 überlebten Tötungsversuche. Zwei Betroffene stehen im Zentrum von Enrico Demurrays Film aus der ZDF-Reihe „37 Grad: Femizid – Tödlicher Hass auf Frauen“, der an diesem Dienstag ausgestrahlt wird. Nicht jede Ermordung einer Frau gilt als Femizid, sondern die Einordnung greift erst dann, wenn sie ermordet wurde, weil sie eine Frau ist, weil sie gegen die Vorstellung, die der Täter von der Rolle der Frau in der Gesellschaft hat, in seinen Augen verstoßen hat. Diese Männer betrachten diese Frauen als ihren Besitz. Der Anwalt Ulrich Warncke vom Weißen Ring definiert Femizid im „37 Grad“-Beitrag so: „Ein Mord aus niederen Beweggründen, häufig ’Bestrafungsmorde, weil die Frau sich trennt, weil die Frau einen anderen hat. Das kann der Täter nicht akzeptieren und deswegen tötet er. Aus Rache, aus dem Bedürfnis, seine Wut auszuagieren. Das führt häufig dazu, dass diese Taten regelrechte Hinrichtungstaten sind mit 20, 30, 40, 60 Messerstichen.“ Warncke vertritt Ilona aus Frankfurt. Sie wollte sich schon lange ...