Ausgabe vom 25.04.2026 Seite 19

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Klangreise mit Brillanz gemeistert Euregio-Musik-Festival: „Bach, Berio, Beatles“ hinterließ viel mehr als bloße Zustimmung -lü- EMSDETTEN. Es gibt Konzertabende, die gefallen. Und es gibt solche, die mehr hinterlassen als bloße Zustimmung. „Bach, Berio, Beatles“ der Gruppe Spark gehört zur zweiten Kategorie: Weil die Klassik-Band kurzerhand in den Lichthof umgezogen war wegen der technischen Brillanz der Musiker und ihrer fesselnden, von Flötist Daniel Koschitzki sympathisch moderierten Klangreise durch unerforschte Landschaften. Schon der Titel des Euregio-Festival-Konzerts klingt wie ein gewagtes Versprechen: barocke Ordnung, avantgardistische Brüche und Popklassiker in einem Programm. Was ganz leicht nach kalkuliertem Crossover klingen könnte, erweist sich live jedoch als überraschend stimmig. Spark stellt die unterschiedlichen Stile nicht einfach nebeneinander, sondern bringt sie miteinander ins Gespräch. Der Abend begann mit Bach – klar, strukturiert und mit spürbarem Drang nach vorne. Statt historischer Distanz setzt das Ensemble auf eine lebendige, zugespitzte Lesart. Das wirkte frisch, bisweilen fast ungewohnt, machte aber gerade dadurch den Übergang zur Moderne plausibel. Mit Luciano Berio wurde es rauer: ...