Ausgabe vom 25.04.2026 Seite 18

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Als die Angst Emsdetten erreichte Am Sonntag jährt sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 40. Mal EMSDETTEN/KREIS STEINFURT. Es ist der 26. April 1986, kurz nach ein Uhr nachts: Im Block 4 des Kernkraftwerks von Tschernobyl kommt es zur Explosion. Große Mengen radioaktiver Stoffe werden freigesetzt, eine unsichtbare Wolke zieht über Europa. Der Unfall gilt bis heute als schwerste Katastrophe in der zivilen Nutzung der Kernenergie. „Der Reaktorunfall von Tschernnobyl war ein Schadensfall, der in diesem Ausmaß in Europa und der gesamten Welt bislang nicht erlebt worden war“, wird es später in einem „Bericht über die vom Kreis Steinfurt getroffenen Maßnahmen infolge des Unfalls in dem Atomreaktor von Tschernobyl“ heißen. Auch die „äußerst dürftige und erheblich verspätete Information durch die UdSSR“ wird in diesem Bericht vom 26. Mai 1986 beklagt. Dies sei ein „großer Mangel für die Einschätzung der Situation, die für die Bewertung des zeitlichen und qualitativen Verlaufs der Auswirkungen des Reaktorunglücks für unser Land entscheidend war“ gewesen. Tatsächlich erfuhr die Öffentlichkeit auch im 1800 Kilometer entfernten Emsdetten erst vier Tage nach der Katastrophe von dem ...