Ausgabe vom 10.04.2026 Seite 6
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Erste Bilanz: 100 Tage Euro in Bulgarien Sofia Der von vielen Skeptikern erwartete rasante Preisanstieg nach der Euro-Einführung in Bulgarien ist nach ersten Erkenntnissen der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgeblieben. Die Auswirkung auf die Verbraucherpreise in den ersten 100 Tagen mit der neuen Währung seien begrenzt, betont die Zentralbank. Preissteigerungen gab es demnach vor allem bei Dienstleistungen. In diesem Bereich gebe es oft weniger Wettbewerbsdruck. Einige Preise seien noch vor der Ãbernahme des Euro angepasst worden. In dem südöstlichen EU-Land wird seit Anfang 2026 mit Euro statt mit der alten Landeswährung Lew bezahlt. Der feste Umrechnungskurs liegt bei 1,95583 Lew pro Euro â exakt derselbe, zu dem einst die D-Mark in den Euro überging. Die Zentralbank sieht den Preisauftrieb in Bulgarien auch nach der Währungsumstellung unter Kontrolle. Die jährliche Inflationsrate sank demnach von 3,5 Prozent im Dezember 2025 auf 2,3 Prozent im Januar und 2,1 Prozent im Februar. Allerdings gab es im Monatsvergleich einen Anstieg. Die Preise stiegen laut EZB im Januar 2026 im Vergleich zum Dezember 2025, also vor der Einführung des Euro, um 0,6 Prozent. Diese Zahl sei ungewöhnlich hoch für einen Januar. Im Februar habe die Inflation ...
