Ausgabe vom 08.04.2026 Seite 4

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Rettungsdienst: Kostenfrage nicht geklärt düsseldorf Im Konflikt um die Kosten für Rettungsdienst-Einsätze in Nordrhein-Westfalen ist weiterhin keine Lösung in Sicht. Eine bis Ostern erhoffte Einigung ist nicht zustande gekommen. Die Gespräche würden nun fortgesetzt, teilte die Landesregierung auf Anfrage mit. Der Streit könnte unmittelbare finanzielle Auswirkungen für gesetzlich versicherte Patienten haben: Finden Krankenkassen und Kommunen keine Lösung, müssten Patienten vielerorts wohl einen Eigenanteil von mehreren Hundert Euro bezahlen, wenn sie einen Rettungswagen rufen. Die Stadt Essen hatte als erste Stadt in NRW bereits einen Eigenanteil von 267 Euro pro Rettungseinsatz beschlossen – dies aber zunächst wieder zurückgenommen. Seit dem Jahreswechsel übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Rettungseinsätze in einigen nordrhein-westfälischen Städten und Kreisen nicht mehr komplett. Der Knackpunkt sind sogenannte Fehlfahrten. Das sind Einsätze, bei denen ein Rettungswagen rausfährt, ohne am Ende einen Patienten ins Krankenhaus zu bringen – etwa, weil einem Verletzten vor Ort geholfen wurde. Die Kosten dafür – laut NRW-Städtetag rund 250 Millionen Euro pro Jahr – wurden ...