Ausgabe vom 28.03.2026 Seite 35
Suchbegriffe 28.03.2026 35
Goethes grüner Daumen Weimar: In den Gärten des Dichterfürsten Herzog Carl August lockte Goethe nach Weimar und schenkte ihm ein Gartenhaus. Bis zu seinem Tod blieb Johann Wolfgang in der Stadt und verewigte sich nicht nur dichtend, sondern auch gärtnerisch. Daniela David Steht er nicht da, umrankt von Rosen? Sitzt er nicht auf der Bank in der Gartennische, beugt er sich dort nicht zur Hauswand, um den rankenden Wein nach neu erprobten Schnitttechniken zu kontrollieren? Man möchte meinen, die Dichterikone lauere allerorts, wenn man die Blicke über der fulminanten Blütenpracht im Garten des Goethehauses am Frauenplan schweifen lässt. Nun gut, das Wissen, dass Johann Wolfgang von Goethe hier wohnte, sich nicht nur um Reime und Versmaà kümmerte, sondern sich auch im Gärtnern betätigte, gehört dazu, um die Fantasie in diese Richtung zu lenken. Rund 40 Jahre lebte Johann Wolfgang von Goethe in seinem Anwesen mitten in Weimar, das heute ein Museum ist. Und wer noch in dieser Gartensaison kommt, kann es bestaunen, bevor es für Jahre geschlossen wird. Ab November 2026 wird Goethes Wohnhaus saniert, und der zugehörige Garten, dessen Grundstruktur bis heute erhalten ist, neu angelegt. Zu des Dichters Lebzeiten spross dort reichlich das ...
