Ausgabe vom 23.03.2026 Seite 5

Suchbegriffe 23.03.2026    5


Immer noch beste (Kriegs-)Freunde? Spekulationen über Risse im Verhältnis zwischen Trump und Netanjahu Washington/Tel Aviv. „Ich bin stolz, der beste Freund zu sein, den Israel jemals hatte.“ Vor und nach dieser Aussage von US-Präsident Donald Trump im Herbst 2025 liegen zwei an der Seite Israels geführte Kriege. Im Sommer bombardierten die Streitkräfte beider Länder iranische Atomanlagen. Vor drei Wochen zogen sie wieder gegen die autoritär regierte Islamische Republik in den Krieg. Obwohl Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu betonen, dass kein Blatt Papier zwischen sie passe, deutet einiges auf unterschiedliche Prioritäten im Krieg hin. Spekulationen über Risse im Verhältnis der Verbündeten werden genährt durch wankelmütige und nicht immer synchrone Kommunikation – auch wenn Trump zuletzt bekräftigte: „Unsere Beziehung ist sehr gut.“ Die Angaben der Waffenbrüder sind oft widersprüchlich oder passen nicht zum tatsächlichen Kriegsgeschehen. So spricht Trump am Freitag davon, die US-Angriffe zurückzufahren, da man kurz davor sei, die Kriegsziele zu erreichen – während US-Medienberichten zufolge Tausende weitere Soldaten in die Region geschickt werden. Die Frage, ob Israel bereit ...