Ausgabe vom 02.01.2026 Seite 8
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âUnser Gehirn liebt Routinenâ Warum gute Vorsätze fast immer scheitern Düsseldorf. Wie jedes Jahr startet auch 2026 für viele Menschen mit guten Vorsätzen: mehr Sport treiben, sich gesünder ernähren, weniger Zeit am Handy verbringen. Doch kaum ist der Januar vorbei, kehrt der Alltag zurück, und die Vorsätze geraten schnell in Vergessenheit. Der Bochumer Neurowissenschaftler und Gedächtnisweltmeister Boris Nikolai Konrad kennt die Mechanismen unseres Gehirns â und verrät, wie wir sie zu unserem Vorteil nutzen können. Warum scheitern die meisten Menschen schon nach wenigen Wochen an ihren Neujahrsvorsätzen? Boris Konrad: Unser Gehirn mag es, Dinge so zu machen wie immer â das spart Energie. Eingefahrene Routinen sind für das Gehirn immer einfacher als neues Terrain oder Veränderungen. Es kann also herausfordernd sein, Dinge anders zu machen. Das Gehirn bleibt am liebsten erst einmal in den alten Rhythmen. Welche Rolle spielt das Belohnungssystem im Gehirn, und wie können wir es gezielt âhackenâ, um neue Gewohnheiten attraktiver zu machen? Konrad: Das Belohnungssystem hat einen groÃen Einfluss darauf, wenn wir Dinge verändern wollen. Liegt die Belohnung in weiter Ferne, ist das für unser Gehirn ...
