Ausgabe vom 24.12.2025 Seite 20

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Angeklagter will von Betrug nichts gewusst haben Konto für Phishing-Geschäfte eingerichtet -boo- EMSDETTEN. Eine „wilde Geschichte“ nannte die Richterin das, was der Verteidiger für seinen Mandanten am Montagmorgen vor dem Amtsgericht Rheine vortrug. Dort musste sich ein 39-jähriger Emsdettener wegen Geldwäsche verantworten. Laut Anklage hatte er einem Bekannten seine Kontodaten für Betrugstaten zur Verfügung gestellt. Der Bekannte beging wohl sogenannten Phishing-Betrug, und eine Geschädigte überwies am 1. November 2023 5000 Euro auf das Konto, das der Emsdettener erst im Oktober 2023 eröffnet hatte. Noch am selben Tag überwies der 39-Jährige die 5000 Euro weiter auf zwei andere Konten, die er bei anderen Banken hatte. Der Angeklagte bestritt die Tat. Er habe vom Betrug nichts gewusst. Vielmehr sei sein Mandant selbst Geschädigter, erklärte der Verteidiger. Immerhin habe er den Fall selbst angezeigt. Den Bekannten habe sein Mandant 2022 im Maßregelvollzug kennengelernt. Dieser habe ihm folgende Geschichte aufgetischt: Aus einer Insolvenzmasse könne er günstig Autos erwerben und mit viel Gewinn weiterverkaufen. Dafür müsse der Angeklagte ein Konto bei einer bestimmten Bank eröffnen – das Konto, auf das ...