Ausgabe vom 21.03.2025 Seite 19
Suchbegriffe 21.03.2025 19
Keine Angst vor groÃen Zahlen Von Heinz Bücker Im Wendejahr 1989 befand sich die deutsche Bankenlandschaft im Umbruch â und mittendrin die Dresdner Bank, die mit der Integration der Bank für Handel und Industrie in Berlin sowohl ihren Ruf als Beraterbank festigen als auch an der Börse kräftig mitmischen wollte. Zwei Börsenhändler bekamen ein Millionenbudget und freie Hand â doch der erhoffte Geldregen entpuppte sich als Platzregen. Die Euphorie verdampfte schneller als ein Tropfen Sekt auf einer heiÃen Herdplatte. Die Bank zog kurzerhand die ReiÃleine. Nach dem Motto: Manchmal gewinnst du, manchmal lernst du. Gleichzeitig, bei einem Dax-Stand von rund 1700 Punkten, wurden speziell auf Firmen zugeschnittene Aktien- und Rentenfonds-Sparpläne entwickelt, die auf groÃes Interesse stieÃen, und Einzahlungen in Höhe von einigen tausend D-Mark keine Seltenheit waren. Selbst Anleger, die ihre Investitionen nach einigen Jahren beendeten, konnten beachtliche Gewinne verzeichnen. Ein Blick auf den heutigen Dax-Stand von rund 22000 Punkten verdeutlicht dies eindrucksvoll. Während das riskante Spekulationsmodell scheiterte, erwiesen sich Fonds als zukunftsweisend. Der Vertrieb weiterer Fonds â auch für Privatkunden â zahlte sich ...