Ausgabe vom 24.06.2026 Seite 12

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„Das Leben zu leben, steht an erster Stelle“ Basketball: Er spielte in der NBA und für die Bayern, ehe ein Hirntumor für Paul Zipser alles änderte Heidelberg. Paul Zipser hat sich auf eine Bank gesetzt und schaut Enten in einem Wasserbecken zu. Die Sonne scheint an diesem Tag im Heidelberger Stadtteil Bahnstadt, wo früher ein Güterbahnhof lag. Zipser, der einmal einer der besten deutschen Basketballer war, trinkt einen Kaffee und erzählt. Der frühere Nationalspieler erzählt, wie ihn vor zehn Jahren die Chicago Bulls in die NBA holten, die beste Basketball-Liga der Welt, und wie er vor fünf Jahren auf einmal merkte: „Irgendwas ist komisch.“ In seinem Kopf saß ein Tumor, so groß wie eine Daumenkuppe. Aber der Reihe nach. Zipser, in Heidelberg aufgewachsen, spielte für den FC Bayern München, als er im Sommer 2016 zum besten Nachwuchsspieler der Bundesliga gewählt wurde. Damals war er auch schon Nationalspieler, ein Jahr zuvor hatte er debütiert und an der Seite von Ikone Dirk Nowitzki auch die EM bestritten. Zipser fühlte sich reif für die NBA. Er verfolgte den Draft, also die Auswahl der vielversprechendsten Talente, in der Nacht zum 24. Juni 2016 im Wohnzimmer seiner Eltern, mit seinen Schwestern Anne und ...