Ausgabe vom 15.06.2026 Seite 12
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Wenn der Sport in den Hintergrund rückt Irans hochbrisante WM-Reise in die USA / Spielabbruch bei politischen Botschaften? Inglewood. Nach monatelangen Diskussionen bis hinein in die höchste Politik soll für den Iran zum WM-Auftakt alles ganz schnell gehen. Mit dem Bus vom mexikanischen Tijuana ins zwei Fahrtstunden entfernte Inglewood, das erste Vorrundenspiel gegen AuÃenseiter Neuseeland unweit von Los Angeles absolvieren und unmittelbar im Anschluss zurück über die Grenze ins Teamquartier. Das übliche Fifa-Protokoll mit Anreise am Vortag und Abreise am Tag nach der Partie? Gilt für den Iran nicht. Es ist der Minimalkompromiss, auf den sich der FuÃball-Weltverband, die US-Regierung und die Machthaber im Iran einigen konnten. Dass ein WM-Gastgeber Krieg gegen einen der Teilnehmer führt â so etwas hat es in der 96 Jahre langen Geschichte des wichtigsten FuÃball-Turniers der Welt bisher nicht gegeben. Zeitweise standen ein Ausschluss, ein Boykott oder die Verlegung der Vorrundenpartien zum Beispiel nach Mexiko zur Debatte. Doch nun soll alles wie geplant über die Bühne gehen. Die Frage ist: Geht das? Bei den von Fifa-Boss Gianni Infantino groÃspurig angekündigten 104 Super Bowls steht eines schon jetzt fest: Das WM-Auftaktspiel ...
