Ausgabe vom 02.06.2026 Seite 18

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Wie Filmküsse einstudiert werden Heike Thiem ist Intimitätskoordinatorin in der Serie „Schloss Einstein“ Erfurt. Küssen sie sich gleich? Vor dem Bildschirm wird es aufregend, wenn es im Film zum ersten Kuss kommt. Solche Szenen gehören auch zur Serie „Schloss Einstein“. Hier stehen junge Schauspielerinnen und Schauspieler vor der Kamera. Für manche ist der Filmkuss auch ihr erster Kuss. So ein Dreh kann also besonders herausfordernd sein. „Zum Teil sind es Themen, die sie selber noch nie erlebt haben“, sagt Heike Thiem. Sie ist bei den Dreharbeiten dabei, wenn es um Intimität geht, also um Berührungen oder Küsse vor der Kamera. Ihr Job heißt: Intimitätskoordinatorin. Heike Thiem hilft den Schauspielenden, den Filmkuss einzustudieren. Dabei sind alle Berührungen geplant. Man kann sich das wie bei einer Tanz-Choreo vorstellen. „Es gibt zum Beispiel Zählmomente: Ich zähle dann „21, 22, 23, 24.“ Dann kommt die Hand oder dann kommt der erste Schritt aufeinander zu“, sagt Heike Thiem. Sie verrät: „Es gibt eigentlich keinen Kuss, sondern eine Lippenberührung.“ Die Arbeit von Intimitätskoordinatoren ist wichtig, damit sich am Set alle wohl und sicher fühlen. Denn jeder Mensch ...