Ausgabe vom 02.06.2026 Seite 5
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Burgfriede im Sauerland LeitartikelMerz und Wüst setzen auf Einigkeit Ein NRW-Ministerpräsident muss immer ein Kanzlerkandidat auf Abruf sein. Das liegt an der GröÃe seines Bundeslandes und am politischen Gewicht in der eigenen Partei. Wer dazu nicht bereit ist, setzt schnell seine Karriere aufs Spiel â wie einst die nordrhein-westfälische SPD-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Das ist die Ausgangslage für Hendrik Wüst. Dennoch hat die Debatte darüber, ob er Friedrich Merz in Berlin vielleicht ablösen könnte, dem NRW-Mann eher geschadet als genutzt. Mag sein, dass sich einige Strategen in Düsseldorf und Berlin mehr davon versprochen hatten. Nur: Jetzt hat Wüst das Thema endgültig an der Backe. In praktisch jedem Interview dürfte er künftig gefragt werden, wie er es nach der Landtagswahl im Frühjahr nächsten Jahres mit seinem Verbleib in NRW halten will. Daran ändert auch der Burgfriede von Meschede nichts, den er und Kanzler Friedrich Merz am Montag mit warmen Worten zelebriert haben. Die Büchse bleibt offen. AuÃerdem hat sich Wüst reichlich Zeit gelassen, selbst klare Worte zur brodelnden Gerüchteküche zu finden. Auch das wird Gründe haben. Geschadet hat die Diskussion selbstverständlich auch ...
