Ausgabe vom 02.06.2026 Seite 17
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Leben und Arbeit der Vorfahren Zuhause seit Jahrhunderten: Der Hof Averkamp erzählt Familiengeschichte Gimbte Beim Betreten von Averkamps Tenne riecht es wie am Morgen nach einem Lagerfeuer. Der Geruch von verkohltem Holz steigt in die Nase. âDat sit inne Pöstâ, sagt Josef Averkamp auf Plattdeutsch und zeigt auf die Pfosten im Raum. Das alte Herdfeuer brennt an diesem Tag zwar nicht, aber die RuÃspuren ziehen sich hoch bis in den westfälischen Himmel. Der sieht in der dunklen Tenne eher gruselig als himmlisch aus, aber Josef Averkamp erklärt den Ursprung des Namens. Der westfälische Himmel, der eigentlich ein Rauchfang ist, wurde genutzt, um dort Würste aufzuhängen und sie zu räuchern. Die Salzkristalle in dem heruntergetropften Fett spiegeln noch heute die Flammen des Herdfeuers. Meist standen unter den Würsten aber kleine Schüsseln, um das Fett aufzufangen. âTja, und wer reingetreten ist, ist ins Fettnäpfchen getretenâ, erklärt Averkamp das bekannte Sprichwort. âDas sind all so Dönkes, die man erzählen kannâ, sagt der Gimbter schmunzelnd. Seine Familie lebt seit geschätzten 350 bis 400 Jahren an der Grevener StraÃe 32. âWir haben umgestaltet und nicht umgebautâ, sagt Averkamp, dessen Hof ...
