Ausgabe vom 11.04.2026 Seite 21

Suchbegriffe 11.04.2026    21


Ein harter Kampf gegen die unsichtbare Last Junge Emsdettenerin kämpft mit chronischer Angststörung Emetophobie: Panische Furcht vor Erbrechen / Alltag stark eingeschränkt EMSDETTEN. Kein Verband, keine Krücken, keine sichtbaren Spuren – und doch bestimmt sie ihren Alltag: Angst. Für eine 20-jährige Emsdettenerin sind selbst scheinbar banale Situationen wie ein Einkauf, ein Treffen mit Freunden oder eine Zugfahrt oft mit großer Anspannung verbunden. Ständig kreisen die Gedanken: Was, wenn mir schlecht wird? Was, wenn ich mich übergeben muss? Für Madita D. (Name von der Redaktion geändert) ist dieses Gedankenkarussell Alltag. Mitleid möchte sie keines. Viel wichtiger ist der jungen Frau, aufzuklären und psychische Erkrankungen sichtbarer zu machen. „Wenn man davon betroffen ist, denkt man ganz oft, man ist die Einzige und schämt sich. Das möchte ich ändern“, sagt sie. „Ein gebrochenes Bein sieht man, psychische Erkrankungen nicht. Dabei sollten diese genauso ernst genommen werden.“ Die Wurzeln ihrer Angst reichen weit zurück. In der Grundschule erlebte Madita D. eine Situation, die sich tief eingebrannt hat: Eine Mitschülerin übergab sich im Klassenraum. Während andere Kinder mit Ekel reagierten, ...