Ausgabe vom 27.03.2026 Seite 4

Suchbegriffe 27.03.2026    4


Linnemanns Lehren aus Stuttgart Nach der Erfahrung in Baden-Württemberg: CDU-Generalsekretär will Bundesparteitage künftig von Landtagswahlen lösen berlin/Paderborn. Nach den beiden Landtagswahlen ringt die schwarz-rote Bundesregierung um Reformen. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann aus Paderborn zieht aus der Niederlage in Baden-Württemberg eine Lehre. Wie groß ist Ihre Sorge nach den beiden für die SPD schlecht gelaufenen Landtagswahlen, dass die Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD zerbricht? Carsten Linnemann: Wenn diese Bundesregierung wegen der Ergebnisse der beiden Landtagswahlen zerbräche, dann hätte sie nicht verstanden, worum es im Moment geht. Deutschland steht an einer Weggabelung, und da gibt es keine Ausreden mehr. Wir sind in der Pflicht, Reformen zu machen. Aber der Zustand der SPD macht Ihnen schon Sorgen? Linnemann: „Sorge“ oder „Mitleid“ sind für mich als CDU-Generalsekretär keine Kategorien. Wir stehen im politischen Wettbewerb. Zwar würde ich mir für das Parteiensystem in Deutschland grundsätzlich zwei Volksparteien wünschen, die reüssieren und mit kleineren Partnern regieren können. Aber man kann sich vorstellen, dass ich heilfroh bin, dass wir die Wahl in Rheinland-Pfalz gewonnen ...