Ausgabe vom 19.03.2026 Seite 16

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Ein Tag auf der Wildpferdebahn Merfelder Bruch bei Dülmen DÜLMEN. Am Morgen zieht noch leichter Nebel über die Wiesen, die Sonne bricht zaghaft durch das Geäst alter Bäume, in der Ferne wiehern Pferde. Wer die Wildpferdebahn im Merfelder Bruch betritt, spürt sofort: Hier bestimmen die Tiere den Takt. Auf einer Fläche von rund 360 Hektar westlich von Dülmen leben heute noch rund 400 Dülmener Wildpferde – liebevoll „Wildlinge“ genannt. Sie leben hier im Herdenverbund, das ganze Jahr über auf der Moor- und Heidefläche des Naturschutzgebietes. Auf den Wiesen, Heideflächen und in den Nadel- und Eichenwäldern finden sie allerhand an Nahrung – nur in den Wintermonaten erhalten sie zusätzliches Heu. Bei widrigem Wetter finden sie Schutz in den Waldbeständen. Hier gilt: Natur pur, Idylle pur. Das Reservat geht zurück auf die Familie Herzog von Croÿ, die die letzten wilden Pferde einfing und ihnen auf dem Merfelder Bruch ein geschütztes Zuhause schenkte. Heute ist die Wildpferdebahn die letzte ihrer Art auf dem europäischen Kontinent, schreibt auch „Dülmen Marketing“ – damit sind die Pferde ein lebendiges Stück Geschichte, das Besucher in eine andere Zeit versetzt. Besonders auch: Nicht nur ...