Ausgabe vom 25.02.2026 Seite 5

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Einsicht klingt anders LeitartikelAfD-Spitze redet Filz-Vorwürfe klein Immer neue Vorwürfe in der Vetternwirtschaftsaffäre der AfD zeigen ein Muster: Ob Vater, Partnerin oder Ehefrau – ein Job findet sich im Zweifel im Abgeordnetenbüro eines Parteikollegen. Auch wenn das nicht illegal ist, ist es politisch brisant. Dass die Partei- und Fraktionsspitze um Alice Weidel nun den Fällen nachgehen will, zeigt, wie besorgt die Rechtspopulisten mit Blick auf das aktuelle Wahljahr sind. Schließlich deutet die AfD gerne mit dem Finger auf die anderen Parteien, wenn es um „Filz“ geht. Jetzt steht die Frage im Raum, ob es nicht die eigenen Parteifreunde sind, die sich besonders dreist aus der Staatskasse bedienen. Allerdings klingen Weidel und ihr Co-Partei- und Fraktionschef Tino Chrupalla in dieser Sitzungswoche im Bundestag auch so, als hätten sie es mit der Aufarbeitung nicht allzu eilig. Zwar betonen sie, ihre Wähler nicht enttäuschen und sehr genau auf die Fälle schauen zu wollen. Doch bislang folgen den Worten keine Taten. AfD-Fraktionsvize Stefan Keuter, dem vorgeworfen wird, die eigene Partnerin in seinem Bundestagsbüro zu beschäftigen, hat noch bis Montag Zeit mitzuteilen, welche Konsequenzen er daraus zieht. Ansonsten spricht ...