Ausgabe vom 20.02.2026 Seite 21

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Unrat und Uralt-Medizin „gespendet“ Ukrainehilfe zieht Konsequenzen Greven. „Dass die Leute sich nicht schämen“ – ungewöhnlich harte Worte von Claus Overfeld. Eigentlich ist der Vorsitzende des Vereins „Greven hilft der Ukraine“ oft voller Dankbarkeit. Die Spendenbereitschaft für das im Angriffskrieg befindliche Land sei derzeit enorm. Aber in den letzten Wochen machen ihn die abgelieferten Spenden immer öfter sprachlos. Denn inzwischen finden er und sein Team regelmäßig Dinge in den Abgaben, die beim besten Willen nicht mehr als gut gemeinte Spenden bezeichnet werden können. Auf Facebook wendet er sich an die Spenderinnen und Spender: „Die Erfahrungen der letzten Woche haben uns leider gezeigt, dass einige Personen uns offenbar als Entsorgungsstelle betrachten.“ Ursprünglich habe er diesen Post nicht absetzen wollen. Der Verein sei schließlich auf Spenden angewiesen. Und ein derart deutlicher Post bereite Overfeld Sorge vor kritischen Rückmeldungen. Dann wiederum sei es ihm egal, was die Menschen denken. Weitergehen könne es so nicht. Abgelaufene Medikamente und Lebensmittel, ungewaschene und kaputte Kleidung – Overfeld hat das Gefühl, die Menschen sammeln ihren Unrat regelrecht. Gerade was ...