Ausgabe vom 28.01.2026 Seite 4

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„Werde die Gesetze vorantreiben“ Verena Schäffer ist neue Flucht- und Familienministerin Düsseldorf. Die Grünen-Politikerin Verena Schäffer wirkt fast immer nachdenklich. Selbst dann, wenn sie mal ernstlich empört ist. Das war sie beispielsweise, als Akteure gegen einen zweiten Nationalpark im Reichswald mobilmachten. „Grotesk“ sei es, was da an Falschbehauptungen verbreitet werde, sagte sie seinerzeit; „tief besorgt“ sei sie darüber. Wilder wurden ihre Attacken nicht. Oder als Innenminister Herbert Reul (CDU) im vergangenen Jahr die Sinnhaftigkeit von Präventionsmodellen gegen Rechtsextremismus infrage stellte, angesichts der augenscheinlich mangelhaften Ergebnisse. Schäffer widersprach ihm zwar inhaltlich, aber unter Verzicht auf jegliche persönliche Spitze. Oder als Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) für die umstrittenen Abwehrmaßnahmen gegen Fliehende an den deutschen Außengrenzen sorgte. Dobrindt habe „sehenden Auges viele Fragen zur Rechtsgrundlage für die Zurückweisungen an den Grenzen offengelassen“, kritisierte Schäffer da. Poltern geht anders. Mit dieser Art übernimmt die 39-jährige bisherige Co-Chefin ihrer Landtagsfraktion nun mitten im Sturm der Ereignisse einen ...