Ausgabe vom 23.12.2025 Seite 26

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Amenyido beendet seine Leidenszeit Halbjahr mit vielen verschiedenen Blessuren, aber auch bereits vier Toren Münster. Als den Preußen die Zeit davonlief, sie förmlich im Boden des Stadions versickerte, war guter Rat teuer. Der Tabellenzweite SV Elversberg führte mit 1:0. Ein letzter Wechsel blieb noch, ein letzter Versuch, vielleicht doch noch ein Tor zu schießen. Hinter dem Kasten von Keeper Johannes Schenk dehnte und streckte sich derweil Etienne Amenyido. 60 Minuten, vorbei, 70, 75, 80 – was für eine Warterei. Er war längst auf Betriebstemperatur nach den seit dem Wiederanpfiff von Athletiktrainer Tim Geidies gesteuerten Übungen. Dann schlug seine Stunde in Minute 85. Immer noch 0:1 lagen die Hausherren zurück, Trainer Alexander Ende hatte praktisch sein Pulver von der Ersatzbank verschossen. Und Amenyido kniete hinter dem Tor, zwei großartige Rettungstaten von Schenk spülten den 27 Jahre alten togolesischen Nationalspieler doch noch auf den Platz. Sein dritter oder vierter Ballkontakt erlöste die Preußen-Familie. „Na ja, wir hatten darauf hingespielt, den Ausgleich zu erzielen. Ich wollte der Mannschaft helfen“, erklärte Amenyido später ganz ruhig, fast in sich gekehrt. Warum er so spät erst kam, wurde dann ...