Ausgabe vom 23.12.2025 Seite 11

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Angst und Freude in Bethlehem Arte-Doku über Geburtsklinik Mit großer Sorge beobachtet eine palästinensische Ärztin den Nachthimmel über Bethlehem. Sie erblickt iranische Raketen. „Wenn sie ganz nah sind, krieg ich richtig Angst“, sagt die junge Gynäkologin Dana Amro über die Geschosse, die Anfang Oktober 2024 auch über das Westjordanland fliegen. Ziel der iranischen Angriffe war damals aber nicht das Palästinensergebiet, sondern Israel. Diese Anfangsszene der TV-Dokumentation zeigt bereits: Der Nahostkonflikt ist allgegenwärtig in „Geboren in Bethlehem – eine Klinik voller Hoffnung“. Der Film begleitet mehrere Monate lang die Frauenärztin Amro und weitere Mitarbeiter einer Geburtsklinik sowie auch werdende Mütter, die im Holy-Family-Krankenhaus in Bethlehem behandelt werden. In der Stadt wurde der Überlieferung zufolge auch Jesus Christus geboren. Die Dokumentation von Jeremy Bristow und Jessica Kelly gibt spannende Einblicke in den Alltag der Palästinenser im besetzten Westjordanland. Der Film bemüht sich um Ausgewogenheit, indem israelische Sichtweisen und Stellungnahmen immer wieder in Textform eingeblendet werden. Einigen Vorwürfen der palästinensischen Protagonisten wird allerdings zu wenig ...