Ausgabe vom 04.10.2025 Seite 43

Suchbegriffe 04.10.2025    43


Die Nordsee macht demütig Regisseur Fatih Akin über Abenteuer in seinem Leben und den neuen Film „Amrum“ Eigentlich, sagt Fatih Akin, sei die Geschichte von „Amrum“ ganz weit von ihm weg. In seinem neuen Film muss ein Weltkriegskind eine Mutter trösten, die um Adolf Hitler trauert. Akins eigene Familie lebte damals noch in der Türkei. In unserem Interview soll es also darum gehen, wie er als Hamburger Junge mit türkischen Eltern überhaupt vom Holocaust erfahren hat. Bevor wir dazu kommen, löffelt der 52-Jährige aber erst mal ein Vanilleeis und erzählt Abenteuergeschichten aus seinem Leben.Von Daniel Benedict H err Akin, der jugendliche Held in Ihrem Film fängt Schollen und zieht eigenhändig Kaninchen ab. Können Sie das auch? Mein Vater war Fischer, und mit ihm habe ich viel im Schwarzen Meer gefischt, allerdings keine Schollen. Wir haben Hamsi gefangen, das sind kleinere Fische – eher so wie Sprotten. Tiere habe ich als Kind vor allem in den Sommerferien erlebt. In Deutschland war ich als Hamburger Großstadtkind von der Natur weit weg. Da wurden Tiere erst ein Thema, als ich erwachsen war und mein Sohn einen Hund wollte. Sie aber nicht? Ich bin mal gebissen worden und hatte immer wahnsinnige Angst vor Hunden. Also ...